Rupprecht Geiger

1908 – 2009

Rupprecht Geiger war einer der Hauptvertreter der Farbfeldmalerei in Deutschland. Bevor er 1940 an die Front in Russland eingezogen wurde, arbeitete er als Architekt in München. Durch Vermittlung seines Vaters, dem Maler Willi Geiger, den er in seiner Kindheit bei zahlreichen Reisen in Spanien, Marokko und Italien begleitete, wurde er Kriegsmaler in Griechenland und der Ukraine. Nach Kriegsende kehrte Geiger nach München zurück.

1948 wurde sein erstes abstraktes Bild im „Salon des Réalistes Nouvelles“ in Paris ausgestellt. Ein Jahr später gründete Geiger zusammen mit Baumeister, Matschinsky-Denninghoff und Winter die Gruppe „ZEN 49“. In den 1950er Jahren bildeten sich die für Geiger charakteristischen farbintensiven abstrakten Arbeiten heraus. 1962 beendete der mehrfache documenta-Teilnehmer seine Karriere als Architekt und widmete sich gänzlich der Malerei. 1965 bis 1976 war er Malerei-Professor an der Akademie Düsseldorf und ab 1982 Mitglied der Akademie der Schönen Künste München.