Moissey Kogan

1879 – 1943

Der aus Russland stammende Bildhauer und Zeichner Moissey Kogan gehört zu den bedeutendsten Vertretern der neoklassizistischen Plastik. Zur zweiten Heimat wurde ihm ab 1905 Paris. Hier lernte er August Rodin, Wilhelm Lehmbruck und Aristide Maillol kennen und wurde Mitglied des Pariser Salon d’Automne. Intensiv setzte er sich mit außereuropäischer, vor allem asiatischer Kunst auseinander. Entsprechend sind seine Zeichnungen wie auch sein plastisches Werk von einer Linienführung gekennzeichnet, die seine Figuren in idealisierter, archaischer Nacktheit konturieren. Mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten im Januar 1933 wurden Kogans Werke aus deutschen Museen entfernt. Am 7. Februar 1943 wurde der Künstler, der jüdischer Herkunft war, von Paris in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.